Die Weidesaison im Waldviertel ist zu Ende. Durch die artgerechte Haltung sind Korrekturen an den Klauen viel seltener nötig als bei reiner Stallhaltung – vor dem Winter gönnen unsere Bio-Bauern den Kühen aber jetzt eine professionelle Klauenpflege.
Während der Sommer sich dem Ende zuneigt, genießen die Kühe die letzten Tage auf den saftigen Weiden. Auf den Feldern und im Garten reifen die letzten Früchte dieses Erntejahres und in den nächsten Wochen werden auch einige Herbstkälber zur Welt kommen.
Am Montag hat Kuh Penny ihr Kalb zur Welt gebracht – die Geburt ist ganz problemlos verlaufen. Kuh und Kalb bleiben für einige Tage im Stall, während die Herde zu einer neuen Weide mitten im Wald geführt wird und die Ruhe dort sichtlich genießt.
Während der Sommer langsam zur Neige geht, müssen die Bauern Futter für den Winter einlagern. In diesen Wochen wird in den höheren Lagen das letzte Getreide geerntet, auch unsere Bio-Milchbäuerin hat die Triticale gedroschen. Gleichzeitig war es Zeit die trächtigen Kühe auf die nächste Laktationsperiode vorzubereiten – im Oktober werden die Kälber geboren.
Rangkämpfe zwischen den Kühen sind auf der Weide normal und wichtig, manchmal kommen die Kühe aber dann mit kleinen Blessuren in den Stall zurück. Ein computerkontrollierter Melkstand erlaubt es der Biomilchbäuerin, jede Kuh genau zu beobachten und bei Bedarf zu pflegen, während die Maschine das Füttern und Melken übernimmt.
Der Hochsommer mit dem Beginn der Erntezeit steht in der Landwirtschaft für lange Arbeitstage während die Nachbarn ans Meer fahren oder in den Bergern wandern. Aber das Leben in und mit der Natur gibt auch viel zurück – wenn auf den Feldern das Getreide reif wird und die kleinen Kälber in der Herde über die Weide laufen, dann weiss unsere Bio-Milchbäuerin, dass der Einsatz sich lohnt.
Wettermäßig bleibt es ein intensives Jahr. Selbst in der Nähe der sonst kühlen Wälder Niederösterreichs kann man dem Gras beim Trocknen zusehen. Gestern gemäht, zweimal gekreiselt und heute schon fertig für den Heuboden.
Kaum ist der Sommer richtig da geht es plötzlich rasend schnell. Am Hof ist viel zu tun, die Grummet - der zweite Schnitt - steht an. Wenn dann auch noch der Traktor versagt, dann ist guter Rat teuer.
In den letzten Wochen hat unsere Bio-Milchbäuerin gegen den Regen gekämpft und die wenigen sonnigen Tage im Juni zum Heuen genutzt. Unsere Bauern brauchen dieses Jahr sehr gute Nerven, denn Petrus hat es etwas zu gut gemeint.
Endlich war es so weit – in der Regenpause konnte siliert werden. Die Futtervorräte in Form von Silage oder Heu sind wichtig für die Zeit in der kein Weidegang möglich ist.
Wie befürchtet ist der Mai bis jetzt sehr regenreich geblieben. Die geplante Waldarbeit konnte trotzdem wie geplant erledigt werden. Aber es gibt auch etwas Neues am Biobauernhof!
Eine regen- und arbeitsreiche Woche ist vergangen in der die junge Bio-Milch-Bäuerin ihren Arbeitsplan ändern musste. Die Arbeit am Bauernhof verlangt Flexiblität, Liebe zum Beruf und vor allem viel Ausdauer!
In ihrem ersten Tagebucheintrag hat Tamara Bilder vom ersten Weidegang der Kühe nach der Winterpause gezeigt. Auch wenn die Kühe ab jetzt regelmäßig auf der Weide Gras fressen, muss Futter aufbereitet und eingelagert werden. Was ist zu tun und ist das auch bei schlechtem Wetter möglich?
Die 23-jährige Tamara Hinterndorfer wird in den folgenden Monaten aus ihrem Leben am Bauernhof berichtet. Die Familie Hinterndorfer bewirtschaftet einen Bauernhof in Niederösterreich mit dem Schwerpunkt Milchwirtschaft. In ihrem Tagebuch wird die angehende Biobäuerin von den Freuden aber auch den Herausforderungen der Arbeit am Bauernhof erzählen.